Quedlinburg wurde am 22. April 922 erstmalig als 'Quitilingaburg' urkundlich vom König Heinrich I. erwähnt. Bereits im Jahre 919 wurde der Sachsenherzog Heinrich I. zum König ernannt. Eine Sage erzählt, dass er während des Vogelfangs am Finkenherd, die Mitteilung erhalten hatte, dass er zum König gewählt wurde. Fakt ist aber, dass Quedlinburg seine Lieblingspfalz war. Von hier aus wurden die Geschicke Europas geleitet. Quedlinburg war also ein mittelalterliches Machtzentrum; damals hat man den Namen 'Quitilingaburg' mit Metropolis in Verbindung gebracht. Der Name der Stadt klingt sehr ungewöhnlich, so gibt es darüber mehrere Theorien. Eine davon erzählt die Geschichte des Thüringer Adligen "Quiltilo". Er soll die Stadt im 5. Jahrhundert gegründet haben. Im heutigen Volksmund kann man durch die vielen Baustellen in der Stadt von "Quäldichdurch" sprechen. Zu den ältesten Stadtteilen zählen die Altstadt (um 1000), die Neustadt (um 1200), Westendorf (um den Burgberg), der Münzenberg und die Wipertikirche. Im 10.-12. Jahrhundert waren nachweislich 69 Könige und Kaiser in der Stadt. Dies verdeutlicht nochmals den Status Quedlinburgs im Mittelalter. Nach dem Tod Heinrichs I. im Jahr 936 in Memleben, richtete seine Frau, Königin Mathilde, ein freiweltliches reichsunmittelbares Damenstift ein, welches bis ins Jahr 1803 existierte. Dieses freiweltliche Damenstift hatte umfangreiche Rechte und war direkt dem Kaiser unterstellt. Die Stadt entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer reichen Handelsstadt.